|
 |
| |
Archiv |
|
Aktuelles |
|
| |
|
|
|
|
| |
 |
 |
 |
|
| |
16-15-2010
Duo "Voice n´Play" in der Margarethenkapelle
Blumen des Frühlings
Minden (ag). Theaterpumps waren bei diesem Veranstaltungsort tabu. Über aufgeweichte Waldwege ging es am Sonntagnachmittag vorbei am Berghotel "Wittekindsburg", das schon deutlich bessere Zeiten erlebt hat, zur spätromanischen Margarethenkapelle.
Und auch dort passte keine feine Garderobe. Im schlichten einschiffigen Saalbau warteten Decken auf die zahlreichen Zuhörer. Der Atem legte einen sichtbaren Kältehauch in den Raum. Dafür wurde das Publikum aber mit einem bezaubernden Klangerlebnis entlohnt. Das Duo "Voice n´Play" - mit Mezzosopran Cathrin Pieper und Thomas Walter an E-Piano und Synthesizer - hatte sich ein stimmungsvolles Programm einfallen lassen.
"Flowers of Spring" nannte sich das dreiteilige Konzert. Es ging vor allem in den "British Ballads" im ersten und letzten Part um Sehnen, Hoffen, Bangen, um Herzeleid und verlorene Liebe. Anrührend, ergreifend und überzeugend verstanden beide Künstler es, den Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. "Ich lege mit meinen Klängen das Grundmuster und die Farben eines Klangteppichs, auf dem Cathrin mit ihrer Stimme gehen kann", erklärte Thomas Walter. Als gelernter Organist konnte ihm die Kälte wenig anhaben. Der Sängerin half zwischendurch ein Schluck Salbeitee. "Die Kapelle trägt die Stimme optimal", wusste sie die Klangmöglichkeiten zu schätzen.
Cathrin Pieper erläuterte zu den einzelnen Balladen kurz den Inhalt und bezog auch das Publikum charmant ein. Auftakt bildete das in Irland bekannte und viel interpretierte Lied "She Moved Through The Fair", was seinen Ursprung um 1600 haben soll, vielleicht aber schon in die Zeit der Entstehung der Kapelle zu datieren ist. Und das wäre das 13. Jahrhundert. So erzählte die Sängerin Geschichten und ihre Lieder taten ein Gleiches. Musiklehrer Thomas Walter nahm mit seiner sonoren Stimme und der Räubergeschichte von "Whiskey in the Jar" ein.
Frühlingslieder und britische Balladen
Im zweiten Teil dann Frühlingslieder aus Deutschland, Finnland, Ungarn, Schottland und den Niederlanden. Als Studentin der Finnougristik liegen Cathrin Pieper die Sprachen besonders. Klassiker wie "Komm, lieber Mai" und "Leise zieht durch mein Gemüt" interpretierte die Sängerin äußerst einfühlsam. Nach einer weiteren Pause folgten erneut britische Balladen, von recht heiter bis tiefernst. Andachtsvoll zum Abschluss "Amazing Grace".
Das Publikum forderte noch zwei Zugaben ein, bei denen dann auch mitgesungen, geschunkelt und geklatscht werden konnte. Auch wenn die Füße kalt geblieben sind, die Herzen wurden erwärmt und die Sonne schickte zwischendurch ihre Strahlen durch das bunte Butzenglas. 650 Euro an Eintrittsgeldern brachte das Konzert ein. Der Veranstalter, die "Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen", wird das Geld in den Schutz der Grundmauern der Kreuzkirche Wittekindsberg investieren.
Text: Copyright © Mindener Tageblatt 2010
ANDREA GERECKE |
|
 |

Das Duo "Voice n´Play", Cathrin Pieper und Thomas Walter |
| |
 |
|
|
| |
nach oben |
|
|
|
| |
 |
 |
 |
|
| |
06-09-2009
Übergabe des fertigen Schutzbaus
Kreuzkirche Wittekindsberg
Minden: Nach zehn Jahren Planungs- und Bauzeit konnte der gläserne Schutzbau der Kreuzkirche jetzt mit finanzieller Unterstützung der NRW-Stiftung fertig gestellt werden. Die Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Prof. Dr. Wilfried Stichmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung, der Landrat Dr. Ralf Niermann und Frau Dr. Barbara Rüschhoff-Thale , LWL-Kulturdezernentin und Dr. Otto-Werner Rappold von der Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen (GeFAO) als Bauherr übergaben die überregional bedeutende Sehenswürdigkeit auf dem Wittekindsberg am Sonntag, den 6. September der Öffentlichkeit. In ihren Grußworten gingen sie auf die außerordentliche, überregionale Bedeutung dieses Bodendenkmals auf dem Wittekindsberg ein. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der finanziellen Unterstützung der hiesigen Wirtschaft, der Arbeitsämter Herford-Minden und der NRW-Stiftung.
1996 wurden durch Wissenschaftler in Lehmmörtel verputzte kreuzförmige Grundmauern auf dem Wittekindsberg entdeckt. Im Inneren der Mauern fand man außerdem die Grabstätten einer fünfköpfigen Familie, eine Mutter mit vier Kindern. Eine insgesamt sensationelle Entdeckung aus dem 10. Jahrhundert, wie sich bald herausstellte. Ein wissenschaftliches Kolloquium, das die GeFAO 1998 initiierte, machte deutlich, dass der Grundriss auf dem Wittekindsberg eine archäologische und baugeschichtliche Rarität darstellt, die weit über die Grenzen Ostwestfalens von großer historischer und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Bisher wusste man nur von vier vergleichbaren Bauten aus dem 10. und 11. Jahrhundert in Europa, die in Form eines griechischen Kreuzes angelegt sind - eins davon ist heute noch in Trier sichtbar. Die Kreuzkirche auf dem Wittekindsberg gilt somit als frühes und seltenes Zeugnis des Christentums in Westfalen und als eine der ältesten bekannten Familiengrabstätten Deutschlands.
Die historischen Fundament- und Mauerreste waren nur durch Lehmmörtel gebunden und mussten vor den Witterungseinflüssen geschützt werden. 1999 begannen die Planungen des Fördervereins GeFAO für einen Schutzbau, den Auftrag erhielt der Architekt Joachim Tebel aus Paderborn. Sein Vorschlag sollte eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Wittekindsberg werden – ein leicht und transparent gestaltetes Schutzgebäude, empfindsam auf die sensible Naturumgebung abgestimmt, dabei die Wünsche und Bedürfnisse der Besucher berücksichtigend.
Der Förderverein warb in der Region und der bei der heimischen Wirtschaft für das Projekt und bemühte sich um Spenden für den Bau. Bereits 2001 wurde das Richtfest gefeiert. Im September 2003 konnte die erste Baustufe fertig gestellt werden und der gläserne, mehreckige Schutzbau mit dem schräg geneigten und eingegrünten Dach der Öffentlichkeit vorgestellt werden – noch ohne Rundgang, Empore und behinderten geeigneten Zuweg. Doch das Schutzgebäude war bereits rundum verglast und schützte somit die empfindlichen Fundament- und Mauerreste.
Im April 2007 kam die Zuschuss-Zusage der NRW-Stiftung zur Finanzierung des fehlenden Rundgangs, der Empore und des Zuwegs, der auch für Behinderte geeignet sein sollte. Der Vorstand der NRW-Stiftung war bei seiner Entscheidung von der Bedeutung des Bodendenkmals und der Notwendigkeit seiner besseren Erschließung vor allem für behinderte Besucher und Schulklassen überzeugt. In den letzten Wochen konnte der Schutzbau wie vom Architekten Tebel geplant fertig gestellt werden, als letzte Maßnahme wurde der behinderten geeignete Zuweg angelegt. Der um die mehreckige Glasfront laufende Metallgitter-Laufsteg bietet den Besuchern einen ungestörten Rund-um-Blick auf die kreuzförmigen Grundmauern mit den fünf Grabstätten. Ein Blick vom Hochpodest zeigt die beeindruckende Symmetrie des nach dem Grundriss eines griechischen Kreuzes angelegten Sakralbaues.
Am 6. September wurde der endgültig fertig gestellte Schutzbau nach fast 10 Jahren Planungs- und Bauzeit der Öffentlichkeit vorgestellt und übergeben. Für den Bauherrn, die GeFAO, waren es lange, akquisitionsreiche, zeitweise auch beängstigende Jahre, wenn die Spenden nicht so eingingen, wie geplant und gehofft. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der finanziellen Unterstützung der hiesigen Wirtschaft, der Arbeitsämter Herford-Minden und der NRW-Stiftung. Eine lange Sponsorentafel im Inneren des Schutzbaus spricht für das Interesse der Region an dem einzigartigen Bodendenkmal. |
|
 |

Der Schutzbau am 6. September 2009 |
| |
 |
 Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl
(Regierungsbezirk Detmold) |
| |
 |

Prof. Dr. Wilfried Stichmann, Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung |
|
|
| |
nach oben |
|
|
|
| |
 |
 |
 |
|
| |
2009
Porta Westfalica-Barkhausen, Kr. Minden-Lübbecke
Von der Steinzeit bis zum 30jährigen Krieg
Anfang Juli 2008 haben in Porta Westfalica-Barkhausen Funde aus der Zeit der römischen Okkupation Germaniens überregional für Aufsehen gesorgt. Eine Aucissafibel und eine Bronzemünze des keltischen Stammes der Remer, deren Angehörige Hilfstruppen im römischen Heer stellten, gaben in dem neu erschlossenen Baugebiet „Auf der Lake“ erste Hinweise auf ein römisches Marschlager. Deshalb entschloss sich der LWL-Archäologie für Westfalen, großflächige Ausgrabungen auf diesem Platz durchzuführen, die am 2. Juli 2008 begannen und auch derzeit noch andauern.
Seit dem Beginn der Arbeiten legen zahlreiche weitere Funde und Befunde nahe, dass hier römisches Militär zur Zeit des Augustus Station machte. Neben Münzen, Fibeln, Schuhnägeln von Legionärssandalen, dem Verschluss eines Kettenpanzers und zwei Bleiloten aus der römischen Vermessungsausrüstung sind es vor allem drei eiserne Zeltnägel, die besondere Aufmerksamkeit erregen.
Es sind ca. 25 cm lange, vierkantige Eisenstäbe mit einem eingehängten Ring am oberen Ende. Sie dienten zum Abspannen lederner Legionärszelte, die jeweils acht Personen Schutz vor der Witterung bieten konnten. Darüber hinaus sind Reste von mehreren Feldbacköfen gefunden worden. Die Datierungen der Funde, vor allem der Münzen, weisen auf römische Präsenz hin; nach derzeitigem Untersuchungsstand während aller römischen Eroberungsfeldzüge von Drusus bis Germanicus.
Das zeitliche Spektrum der Funde und Befunde beschränkt sich aber nicht auf die Epoche der römischen Feldzüge sondern ist erstaunlich weit gespannt.
Die bisher ältesten archäologischen Funde sind zwei kleine Scherben der sog. Trichterbecherkultur, einer jungsteinzeitlichen Kulturgruppe, die vor ca. 5 000 Jahren hier gelebt hat. Ein sehr junger Fund sind die Fragmente eines farbig angelegten Tongefäßes aus dem 17. Jahrhundert, das vermutlich aus einer Werkstatt des nahe gelegenen Bad Münder stammt.
Überraschend wurde ein sehr umfangreiches Urnengräberfeld der jüngeren Bronzezeit und der älteren Eisenzeit entdeckt. Die tönernen Aschebehälter enthalten die Knochenreste der verbrannten Toten und bisweilen ein weiteres kleines Tongefäß, in dem die Hinterbliebenen Speisen oder ein Getränk für die Reise in das Jenseits mitgaben. Erstaunlich ist die starke Belegungsdichte des Friedhofes. So befanden sich etwa im nordöstlichen Untersuchungsbereich in einer Fläche von nur ca. 30 qm mehr als 40 Bestattungen.
Neben verschiedenen Einzelfunden, etwa zwei Gewandspangen aus dem 9. und 10. Jahrhunderts nach Christus, oder zwei Körpergräbern des 7. nachchristlichen Jahrhunderts ist eine weitere, immer wieder nachzuweisende Befundgattung stark mit Holzkohle verfüllte Gruben in denen sich zahlreiche Eisenteile, darunter auch Messer, und Tierknochen fanden. Der Fund einer kleinen Silbermünze mit dem Prägedatum 1621 in einer dieser Gruben erlaubte es, die Befunde der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zuzuweisen. Unklar ist bisher noch ihre Interpretation. Es ist aber nicht auszuschließen, sie im Zusammenhang mit einem Lagerplatz von Landsknechten zu sehen.
Es hat sich herausgestellt, dass es sich bei diesem Fundplatz, dem Baugebiet „Auf der Lake“, um ein kulturhistorisch außergewöhnlich wertvolles Gelände handelt. Das große öffentliche Interesse wird nicht zuletzt durch den großen Besucherstrom deutlich, der sich jeweils zum Tag des Offenen Denkmals auf dem Grabungsgelände einfand, um sich die laufenden Grabungen, die neuesten Grabungsergebnisse und die zukünftigen Planungen erläutern zu lassen.
Hannelore Kröger |
|
| |
nach oben |
|
|
|
| |
 |
 |
 |
|
| |
2006
Grabung auf der Brunsburg
bei Höxter
Im Sommer 2006 entdeckten LWL – Archäologen
auf der Brunsburg bei Höxter eher zufällig einen der am besten
erhaltenen Kalkbrennöfen Westfalens. Die Grabungen an diesem außergewöhnlichen
vorindustriellen Denkmal sind 2007 abgeschlossen worden.
Der Kalkbrennofen war in einen älteren Wall und in den darunter anstehenden
Kalkfelsen hineingebaut. Der noch bis ca 3m tief erhaltene Brennraum mit
einem Durchmesser von ca. 4 m war nach Nordwesten durch ein Schürloch
zugänglich, dem sich ein breiter Arbeitsgraben anschloss.
Das völlig erhaltene Schürloch mit 0,7 m Breite und 1,0 m Höhe
überdachte ein sorgfältig gebautes Gewölbe aus Kalksteinen
in Lehmbindung. Die hohen Temperaturen beim mehrtägigen Brennen des
Kalkes von 900° - 1200°C dokumentierten sich in den rot durchglühten
Wänden des Ofens.
In seiner Füllung fanden sich einige Keramikscherben aus der Mitte
des 13. Jahrhunderts, die die Anlage nicht zweifelsfrei datieren können.
Dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, den Ofen mit dem Bau bzw.
der Unterhaltung der um 1200 von Abt Widukind von Corvey errichteten Landesburg
zu sehen.
Eine zweite Untersuchung galt einem Teil des westlichen Walles der Brunsburg,
von dem immer wieder angenommen wurde, er sei im Frühmittelalter
zur Zeit Karls des Großen entstanden. Mit dem Grabungsschnitt konnte
diese Annahme nicht bestätigt werden. Die Umwehrung bestand an dieser
Stelle aus einer einfachen Erdaufschüttung mit ca. 6m Breite an der
Basis und einer erhaltenen Höhe von ca. 1,4m.
Interessant war die Feststellung, dass sich in der Aufschüttung zahlreiche
Keramikbruchstücke von Gefäßen der sog. Wartbergkultur
( ca. 5000 Jahre alt) befanden. Damit ist endgültig eine Besiedlung
in der ausgehenden Jungsteinzeit auf dem Berg nachgewiesen. Zum Bau der
Verteidigungsanlage ist ganz offensichtlich eine wartbergzeitliche Siedlungsschicht
verwendet worden. Die Frage, wann das geschehen ist, läßt sich
allerdings nicht beantworten.
Die diesjährige Grabungskampagne, die mit Studierenden der Universität
Basel durchgeführt wurde, bildet den Abschluss der archäologischen
Untersuchungen auf dem Brunsberg. Die freigelegten Befunde werden in diesem
Herbst wieder mit Erde bedeckt.
|
|
| |
nach oben |
|
|
|
| |
 |
 |
 |
|
| |
2001
Grabungen: Kirchlengern (Kreis Herford)
In Kirchlengern (Kr.
Herford) wurde im Herbst 2001 entlang eines etwa in Nord-Süd verlaufenden
Bachlaufes erste Suchschnitte angelegt. Im Jahr 2002 wurden die Ausgrabungen auf einer Fläche von
ca. 0,5 Hektar fortgeführt. Während die nördlichen Flächen
wenig ergiebig waren, sind die mittleren und südlichen Grabungsabschnitte
außerordentlich gut mit Befunden besetzt. Bislang ließen sich
drei Besiedlungsphasen feststellen.
In
der älteren Eisenzeit, bzw. in das 6. - 5. Jahrhundert v. Chr. gehören
ein fragmentarisch überliefertes Pfostenhaus und einzelne weitere
Befunde. Das Haus zeichnet sich durch dicht gesetzte Pfosten mit zwei
den Dachfirst tragenden Doppelpfosten ab, die eine Fläche von ca.
7 x 10 m einschließen. Viel spricht aber dafür, dass eine etwa
in der Flucht der Mittelachse kreisförmige Grube mit ebenem Boden
und vereinzelte weitere Pfosten ebenfalls zu dem Grundriss gehören,
der damit ehemals ca. 20 m lang gewesen wäre. Die Grube erbrachte
eine größere Menge ältereisenzeitliche Keramik, darunter
auch flächendeckend mit plastischen Rippen verzierte sogen. "Kalenderberg-Ware".
In
der mittleren bis jüngeren römischen Kaiserzeit, d. h. im 2/3
Jahrh. n. Chr. liegt der Schwerpunkt der Besiedlung. Aus dieser Phase stammen
zwei Langhäuser, ein Grubenhaus und weitere Befunde. Eines der Häuser
war ca. 8 m breit und mindestens 45 m (!) lang. Das nordwestliche Ende ist
am Hang teilweise aberodiert. Der Grundriss ist durch umlaufende Wandgrabensegmente
und Pfosten im Inneren markiert. Er gehört zu den größten
bisher bekannt gewordenen kaiserzeitlichen Häusern in Westfalen. Die
Wandgräben erbrachten nicht nur datierende Keramik, sondern auch die
bronzene Nachbildung eines römischen Silberdenars, der unter Antonius
Pius für Aurelius Caesar (145 - 160 [?] n. Chr.) geprägt wurde.
Das benachbarte Grubenhaus ist wohl als zugehöriger Werkplatz anzusprechen,
da es neben Keramik auch Schlacke und Mahlsteinbruchstücke aus Basalt
erbrachte. Das zweite kaiserzeitliche Langhaus entspricht in wesentlichen
Konstruktionsmerkmalen dem zuvor beschriebenen. Es ist ca. 7,5 m breit,
mindestens 32 m lang und harrt unter Planen abgedeckt der weiteren Ausgrabung
im Frühjahr 2003.
In
das 12, Jahrhundert datiert ein Haus (ca. 7,5 x 21 m) der dritten Besiedlungsphase,
in dessen Pfostenlöchern Kugeltopfscherben gefunden wurden.
Der
Beginn einer bis in die Gegenwart andauernden landwirtschaftlichen Nutzung
zeigen hangparallele Streifen in ca. 7,5 m Abstand - Relikte von hoch-
bis spätmittelalterlichen Wölbackerfluren - an, mit denen große
Teile des Grabungsgeländes überzogen sind
.
|
|
| |
nach oben |
|
|
|
|
|
|